Klassik am Lendhafen



28. März 2017 Klavierkonzert
Vincenzo Maltempo

Die Johanneskirche

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Konzertbeginn: 19:00 Uhr in der Johanneskirche / Lendhafen (Klagenfurt)



Vincenzo Maltempo
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Vincenzo Maltempo wurde 1985 in Italien geboren und begann bereits im Alter von drei Jahren Klavier zu spielen.
Nach Klavierstudien bei Professor Salvatore Orlando absolvierte er das Konservatorium "Santa Cecilia" in Rom "summa cum laude". Danach studierte er an der internationalen Akademie "Incontri col maestro" in Imola bei Riccardo Risaliti und besuchte zugleich Meisterklassen bei Vovka Ashkenazya, Joaquin Soriano, Marcello Abbado, Zoltán Kocsis, Oleg Marshev und Robert Levin.
Sein umfangreiches Repertoire umfasst Kompositionen vom Barock bis zur Moderne. Er gewann zahlreiche erste Preise bei nationalen und internationalen Klavier-Wettbewerben, darunter den renommierten "Premio Venezia".
Sein besonderes Interesse gilt Franz Liszt, dessen Interpretation ihm den ersten Preis beim Liszt-Wettbewerb in Grottamare einbrachte.

2009 spielte er für Gramola, Wien, Werke von Franz Liszt ein (Gramola 98861). R.Nemecek schrieb in "piano News": "In einer Zeit, in der man darauf bedacht ist, Liszt vom Makel des reinen Virtuosentums reinzuwaschen, mutet es fast schon wie eine Provokation an, wenn ein Pianist ausgerechnet die Paraphrasen ins Zentrum seines Liszt Programms stellt... Der Pianist Vincenzo Maltempo scheint diese Ansicht nicht zu teilen. Vielmehr begegnet er diesen Werken mit Respekt und Bewunderung, er gibt ihnen gewissermaßen ihre musikalische Würde zurück. Die Norma Paraphrase hat man schon lange nicht so sorgfältig ausphrasiert und mit einem so sinnlich-markanten Belcanto gehört. Sogar die mit allerlei virtuosen Kunststücken ausgestattete "Tarantella di bravura" nach Aubers "Die Stumme von Portici" erweckt nie den Eindruck einer reinen Zirkusnummer. Natürlich rauscht und donnert es auch bei Maltempo, der über ein formidables pianistisches Rüstzeug und einen außerordentlich charaktervollen Bösendorfer verfügt, zuweilen gewaltig. Aber anders als bei vielen anderen ist der Theaterdonner eingebettet in eine durchdachte Dramaturgie, die der Italiener mit einem untrüglichen Sinn für Balance und Klangschönheit zu verwirklichen versteht."

Im März 2011 schrieb die Kritik anlässlich seines Liszt- Solokonzert im Teatro Lirico in Cagliari "...bei Maltempo scheint alles einfach: Er spielt mit einer himmlischen Virtuosität, die nicht eine einzige Note vernachlässigt."

Im September 2011 präsentierte er im Rahmen der Südtiroler Festspiele seine eigene Transkription von Werken von Gustav Mahler und Hans Rott, unter der Leitung des Dirigenten Gustav Kuhn. 2012 spielte Vincenzo Maltempo für das Londoner Label "Piano Classics" eine CD mit Werken von Ch. V. Alkan (Grande Sonate "Les quatre ages" und Symphonie pour piano solo). Der Guardian schrieb darüber in einer enthusiastischen Kritik "berauschend", "eine wahre Offenbarung".
Im Juni 2012 tritt er im "Liszt Zentrum Raiding" mit Werken von Franz Liszt auf.

2012 wurden zwei weitere CDs mit Werken von Alkan, ebenfalls unter dem Label "Piano Classics" aufgenommen, eine dritte wird im Juni 2013 entstehen.

Im Dezember 2012 unternahm Vincenzo Maltempo eine große Konzerttournee durch Holland. Aufgrund des großen Erfolges ist die Gründung einer neuen Klavier-Akademie in Eindhoven, Holland, unter Maltempos Mitwirkung in Planung.



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Programm
C. Frank:Prelude, Fugue et Variation, Op. 18 (arr. for piano by H. Bauer)
F. Chopin:Fantasie Op. 49
Berceuse Op. 57
F. Liszt:Vallèe d‘Obermann
Hungarian Rhapsody n. 13
Hungarian Rhapsody n. 2 (with a Cadenza by V. Maltempo)
Termin: 28. März 2017 um 19:00 Uhr, Johanneskirche / Lendhafen

Die Johanneskirche
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In der Reformationszeit breiteten sich getragen vom Adel die reformatorischen Gedanken in Kärnten aus. Eine Visitation von 1592 zeigte eine fast völlige Durchdringung Kärntens mit dem Protestantismus. Auch Klagenfurt war zu dieser Zeit weitgehend evangelisch. Diese Entwicklung fand mit der Gegenreformation ein jähes Ende. Erst das von Kaiser Joseph II im Oktober 1781 erlassene Toleranzpatent ermöglichte die zunächst eingeschränkte Ausübung des evangelischen Glaubens. Langsam bildeten sich vorerst in Oberkärnten wieder kleine evangelische Gemeinden.

Die Gründung der selbstständigen Pfarrgemeinde Klagenfurt erfolgte 1864. Die Johanneskirche wurde im neugotischen Stil errichtet und am 30. September 1866 eingeweiht.

Durch Luftangriffe in den Jahren 1944 und 1945 wurde die Kirche schwer beschädigt. Die Wiederherstellungsarbeiten schlossen mit der Restaurierung der Architekturmalerei in den Jahren 1987 - 1988 ab.

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